"hexendimensional 360°"

"Apokalypsenreiter"

 

eine Ausstellung zum Rittner Hexensommer 2016 in der Kommende Lengmoos.  

 

 

Die Apokalypse und die damit verbundenen Ängste haben seit Jahrtausenden die Menschen beherrscht, wenn wohl auch nicht in einer solchen Anzahl unterschiedlicher Inhalte wie heute. Für den Soziologen Frank Furedi sind die inszenierten und künstlich hoch gepuschten Zukunftsängste ein Instrument der politischen Meinungsmache und Steuerung, wo sich unterschiedliche Interessengruppen im Kampf um das Geld und das Meinungsmonopol gegenseitig mit immer dramatischeren Szenarien zu überbieten suchen. Auf der Strecke blieben dabei der "Glaube an die Menschen und an die Zukunft".[1] Für manche Soziologen ist Angst ein gesellschaftlich induziertes Phänomen: "Angst geschieht nicht einfach. Sie ist sozial konstruiert und wird dann von denen manipuliert, die sich davon Vorteile versprechen."[2]

 

 

Die Angst vor dem Weltuntergang ist Bestandteil von Mythen und Religionen in fast jeder Kultur, besonders aber unserer westlichen, deren Wertvorstellungen und Moral ganz entscheidend von christlichen Darstellungen geprägt sind. Prägend für die christliche Sicht der Apokalypse ist allerdings die Hoffnung auf das Danach.[3] Gewünscht wird letztendlich nicht der Weltuntergang, sondern die Reinigung, die Wiederauferstehung, in der das eigene Überleben in einer nun besseren Welt erhofft wird. Die biblische Apokalypse verkündet also immer auch Hoffnung, nicht nur das Ende, sondern auch einen Neuanfang.

 

Ein Gemeinschaftsprojekt von Heinz Innerhofer und Christina Auer

 

 

 

 

[1] Ebd.

[2] David Altheide, zit. nach: Frank Furedi, Das Einzige, vor dem wir uns fürchten sollten, ist die Kultur der Angst selbst, Juli/August 2007, »http://www.novomagazin.de/89/novo8942.htm«

(15.11.2012).

[3] Siehe dazu auch den Beitrag von Michael Tilly in dieser Ausgabe (Anm. d. Red.).

Autors/Rechteinhabers: by-nc-nd/3.0/de/ Autor: Wolf-Detlef Rost für bpb.de

 

 

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